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tinyBE: Eine Nacht in der Skulptur

Zugegeben – im ersten Moment wirkt die Vorstellung etwas befremdlich, ein Kunstwerk nicht nur berühren, sondern darin buchstäblich schlafen zu dürfen. Schließlich sind wir quasi in Dauerschleife gehaltene Predigten wie »Abstand halten!« oder »Nicht anfassen!« gewohnt, wenn wir uns in den heiligen Hallen der Museen bewegen. Am Museumsufer in Frankfurt am Main, dem Hessischen Landesmuseum in Darmstadt und auf dem Kranzplatz in Wiesbaden sieht das bis zum 26. September 2021 deutlich anders aus. Denn hier vereint das temporäre Ausstellungsprojekt tinyBE derzeit acht bewohnbare Skulpturen von internationalen Künstlerinnen und Künstlern.

Von utopisch bis dystopisch

Hintergrund des Projekts ist, dass in der heutigen Zeit sowohl bezahlbarer Wohnraum als auch natürliche Ressourcen zunehmend schwinden, Tendenzen wie ökologisches Bauen oder auch Tiny Living hingegend stetig steigen. Die geschaffenen Skulpturen machen somit grundlegende Fragen unserer Gesellschaft erlebbar, und stellen auf vielfältige Weise Ideen zu experimentellen Formen des Wohnens und Lebens dar.

2 oder 15 Stunden ist die Frage

Während insgesamt sechs dieser Skulpturen im Metzlerpark des Museums für Angewandte Kunst in Frankfurt stehen, findet sich in Wiesbaden und Darmstadt jeweils nur ein Kunstwerk. Alle Objekte sind täglich 24 Stunden zugänglich und auch nutzbar, sofern man vorab ein Zeitfenster bucht. Die Wahl besteht zwischen einer Day Experience, die zwischen 14 und 16 Uhr zu haben ist, oder aber einer Night Experience, die von 19 bis 10 Uhr stattfindet. Ganz günstige ist die Sache mit 166 Euro für die zwei Stunden am Tag oder aber 364 Euro für die 15 Stunden die Nacht nicht gerade, dafür ist aber an alles gedacht. Neben Betten stehen auch sanitäre Anlagen zur Verfügung. Zudem werden alle Objekte von Securety bewacht.

Natürlich lohnt es sich auch für alle, denen nicht nach lang und/oder teuer ist. Denn es gibt zusätzlich zu dem außergewöhnlichen Angebot auch einen Podcast sowie ganz normale Führungen an den verschiedenen Standorten.

Weitere Details zu den geplanten Führungen wie auch der Buchung der begehbaren Skulpturen findet ihr hier.

Nach einer Pressemitteilung von Artefakt Kulturvermittlung


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