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Kopenhagen: Platz für Street-Art

Weltweit gestalten Street-Art-Künstler ihre Stadt mit. Allerdings findet sich in den seltensten Fällen ein Grundstückseigentümer, der ihnen seine Flächen freiwillig überlässt. Und so ist ein Großteil ihrer Kunst im öffentlichen Raum illegal angebracht.

In Kopenhagen gibt es seit Kurzem ein Pilotprojekt, von dem möglichst alle etwas haben sollen – die Eigentümer, die Sprayer und die Kommunen selbst.

Die Idee: Baustellen gibt es in Großstädten wie Sand am Meer. So auch in Kopenhagen. Diese sind für gewöhnlich laut und vor allem nicht gerade sonderlich schön anzusehen.

Warum also nicht so viel Positives aus der temporären Situation ziehen, wie irgend möglich?

Zu diesem Zweck wurden an bislang zwei ausgewiesenen Orten in den Stadtteilen Vanløse und Brønshøj Plattenzäune um die Baustellen aufgezogen – mit der eindringlichen Bitte zu sprayen, zu kleben und zu malen was das Zeug hält.

Einzige Prämisse: Die umliegenden Pfeiler, Stromkästen und Co. sind nicht in dieser Freikarte mit inbegriffen. Wer sich nicht daran hält, sorgt für den umgehenden Abbruch des Projekts.

Der noch unbemalte Zaun bei der Katrinedals Schule in Vanløse, Kopenhagen, wartet auf Bemalung. Foto mit freundlicher Genehmigung von L. Bold Sørensen, Københavns Kommune
Der noch unbemalte Zaun bei der Katrinedals Schule in Vanløse, Kopenhagen, wartet auf Bemalung. Foto mit freundlicher Genehmigung von L. Bold Sørensen, Københavns Kommune

Bislang scheinen sich alle daran gehalten zu haben und jene Bürger/Künstler, die sich auf legale Weise austoben wollen, haben damit bereits begonnen. Ob ihre Werke nun als Kunst angesehen werden oder nicht, bleibt letztlich jedem Passanten und Bewohner selbst überlassen. Doch da die Werke ohnehin nicht für die Ewigkeit gemacht sind, sollte eigentlich jedem geholfen sein.

Laut Plan soll im Laufe des Herbstes noch ein dritter dieser Zäune in der Stadt zur Verfügung gestellt werden. Wann und wo ist jedoch noch nicht bekannt.

Ich finde diese Idee durchaus reizvoll. Sollte ich es schaffen, im Herbst in meiner alten Heimatstadt vorbei zu schauen, werde ich auf jeden Fall auf die Suche nach einem dieser Zäune gehen!

Wie findet ihr diese Idee?

Top oder Flop – das ist hier die Frage. 😉


Informationen über die Orte, an denen Street-Art erwünscht ist findet Ihr hier.

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