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Augenöffner, Konfrontation, toleranzfördernd und bunt: Das war 2015!

Liebe KuKu-Leserschaft

Rückblickend stellten sich im Ausstellungsjahr 2015 eine ganze Fülle von Fragen, die wir nicht zu stellen gewohnt waren oder bislang zu äußern gewagt hätten. Oftmals war es alles andere als leicht, denn viele dieser Fragen brachten uns an unsere Grenzen, führten uns diese erst richtig und deutlich vor Augen. Die beiden readTicker trugen hierzu maßgeblich bei. Aber auch die Kunstfrage brachte wichtige Dinge zum Vorschein, mit denen sich jeder einzelne von uns viel mehr und erheblich öfter auseinandersetzen sollte.

Es war eine aufregende Zeit voller Experimente und sogar dem ein oder anderen Blog-Stau. Doch nun hat ein neues Jahr begonnen und somit ist es an der Zeit noch einmal innezuhalten, zurückzublicken und alles noch einmal wirken zu lassen. Denn es waren wahrhaft fordernde Themen dabei. Darauf möchte ich auch mit dem Titel der ersten KuKu kompakt Ausgabe hinweisen, die ich euch bereits Ende 2015 zum Download bereitgestellt habe.

Hier geht’s zur KuKu kompakt

Kunst, Körper und Toleranz - DAS waren DIE Themen des Ausstellungsjahres 2015.
Kunst, Körper und Toleranz – DAS waren DIE Themen des Ausstellungsjahres 2015.

Geplant ist ab jetzt jährlich mindestens eine KuKu kompakt zur Verfügung zu stellen. Darin finden die beliebtesten Beiträge nicht nur Platz, sondern auch eine besondere Anerkennung. Ebenfalls mit dabei ist das eigens für die KuKu kompakt realisierte Europafenster, in dem wir noch einmal gesondert auf Ausstellungen, Museen und Projekte einer bestimmten Stadt oder eines Landes blicken werden. Wer weiß, vielleicht wächst dieser Teil noch zu etwas Größerem heran.

Doch bevor wir uns nun gänzlich dem neuen Jahr widmen, hier noch ein letzter Rückblick auf das vergangene Ausstellungsjahr und meine TOP DREI des Jahres 2015:

Positiv überrascht

Den fjerne Krig – Dansk soldat i Afghanistan/Der ferne Krieg – Dänischer Soldat in Afghanistan, noch bis Ende 2016 im Tøjhusmuseet, Kopenhagen

Ich gebe gerne zu, dass ich diese Ausstellung relativ voreingenommen besuchte. Darunter vorstellen konnte ich mir nicht wirklich etwas, und dass ich den Weg hierher fand, war mehr eine Sache des Zufalls, als die Realisierung eines langersehnten Traumes. Im Nachhinein kann ich nur sagen: „Zum Glück stolperte ich durch diese Tür!“, denn was ich vorfand, war tatsächlich alles andere als uninteressant. Hier geht es um so viele Fragen, Vorstellungen und auch Vorurteile, die sich nicht nur auf das dänische Militär beschränken, sondern übergreifend und stellvertretend für den Alltag eines jeden europäischen Berufssoldaten unserer Zeit gesehen werden können. Ein Besuch ist meiner Ansicht nach überaus empfehlenswert!

Warum nicht dauerhaft?

Das verschwundene Museum, 19.03.2015 bis: 27.09.2015 im Bode-Museum, Berlin

Ich besuche Museen und insbesondere Sonderausstellungen sehr kritisch. In den seltensten Fällen bin ich vollends überzeugt von dem, was ich vorfinde. Das Bode-Museum machte mir in diesem Jahr ein großes Geschenk, denn ich fand mich erstmals in einer Ausstellung wieder, die ich mir von Dauer wünschte. Würde ich einen Preis für die beste Ausstellung des Jahres verleihen, er ginge ganz ohne jeden Zweifel an „Das verschwundene Museum.“ Denn hier gab es schlichtweg alles: ein durchdachtes Konzept, Raum, Tiefe und vor allem Liebe für das. Das Einzige, was mir persönlich fehlte, war ein Ausstellungskatalog, der es den Besuchern ermöglicht hätte, die vielen Eindrücke mit nach Hause zu nehmen.

Hoffnungsschimmer

Eyes of War, 1. Oktober 2014 bis 4. Januar 2015 im Deutschen Historischen Museum, Berlin

Es sind Augenblicke – kürzer als ein Wimpernschlag – die alles im Leben verändern können. Selten wird einem diese Tatsache so bewusst wie in der Sonderausstellung »The Eyes of War«. Auf den ersten Blick scheint alles noch neutral. Schwarz-weiß Porträts von insgesamt 40 Personen erwarten die Besucher – ein jedes auf seiner eigenen, im Raum stehenden Säule. Erst beim näheren Betrachten wird deutlich, dass hier alles anders ist, als es zunächst scheint.

Ebenso berührend wie die Schicksale der Porträtierten selbst, empfand ich den betriebenen Aufwand, auch Betroffenen, also Sehbehinderten und Blinden den Besuch dieser Ausstellung zu ermöglichen. Davon wünsche ich mir in Zukunft viel, viel mehr!


An dieser Stelle nochmals Tausend Dank an alle, die KuKu lesen und unterstützen. Ohne euch wäre der Blog für Kunst und Kultur nicht, was er ist!

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