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Appalachian Trail: Shenandoah-Nationalpark bis Harpers Ferry

English version

After three restful nights in Daleville, Anja and Nadine take a shuttle and make a big jump up to Shenandoah National Park to stay on schedule. The sun of the previous days is now followed by several days of rain, so they settle into shelters along the trail at night to enjoy at least a few hours of dryness. Here they also meet familiar faces and are happy about the opportunity to talk with friends about the past experiences.


This post is part of the series: Two Women, 2200 Miles, 14 States, 180 Days

Slow but steady

The weather is increasingly causing problems, as the rain is not cooling things down but rather creating a proper sauna effect. That’s why the progress is slow. But it’s still nice, and it’s not like there aren’t one or two positive surprises waiting for them along the way. Unexpected pleasures in the form of canned stew, spaghetti or even an iced coffee in the camp store, for example. Admittedly, some of it can’t necessarily be classified as sheer deliciousness in urban terrein, but after several months on the trail it’s virtually tantamount to a gourmet meal. 😉

And also the encounters with baby bears are not missing – a very wonderful thing, as long as there is no mother bear in sight. And fortunately that is never the case.

In the park

Shenandoah National Park is located in the Southern Appalachians and covers approximately 800 square miles. It is densely forested and is characterized by its many rivers and waterfalls. For long stretches, you’ll be alone with the forest, the mountains, and the wildlife, which is much more abundant here than in the back sections of the trail. Sometimes they only encounter the tracks, other times a deer, a coyote and not infrequently even a bear stands in close proximity in front of them and looks at them disinterestedly. They spend four wonderful days in the park. After that, soon half of the total distance is done and so is the next pair of shoes.

Harpers Ferry

Although the course and also the length of the Appalachian Trail changes slightly each year, the official halfway point is in the small town of Harpers Ferry. Those who want to can re-register at the Appalachian Trail Conservancy center there – the organization that takes care of the trail’s maintenance. Of course, Anja and Nadine don’t miss this opportunity, and they are amazed when they get the same numbers as at the beginning of their trip – the numbers 454 and 455. They had expected that they would get a number in the thousands by now, because they had been passed by an endless number of hikers on the way. A funny coincidence, if one considers that the numbers are assigned after order of the appearance in the center and thus also reason for large joy with the two.

In the evening it thunders again. But that can’t dampen the mood. The next 1200 miles can come.

Nach drei erholsamen Nächten in Daleville nehmen Anja und Nadine ein Shuttle und machen einen großen Sprung bis zum Shenandoah-Nationalpark, um im Zeitplan zu bleiben. Auf die Sonne der vergangenen Tage folgen nun mehrere Tage mit Regen, weshalb sie sich nachts in Sheltern entlang des Wegs einquartieren, um zumindest ein paar Stunden Trockenheit genießen zu können. Hier treffen sie auch auf bekannte Gesichter und freuen sich über die Gelegenheit sich mit Freunden über die zurückliegenden Erlebnisse austauschen zu können.


Dieser Beitrag ist Teil der Reihe: Zwei Frauen, 3500 Kilometer, 14 Staaten, 180 Tage …

Langsam aber stetig

Das Wetter macht zunehmend Probleme, denn der Regen sorgt nicht für Abkühlung sondern eher für einen gehörigen Saunaeffekt. Deshalb kommen sie nur schleppend voran. Aber schön ist es trotzdem und es ist ja auch nicht so, dass unterwegs nicht die ein oder andere positive Überraschung auf sie warten würde. Unerwartete Freuden in Form von Konservendosen mit Stew, Spaghetti oder auch ein Eiskaffee im Camp Shop zum Beispiel. Zugegeben, einiges davon ist in städtischem Terrein nicht unbedingt als blanke Köstlichkeit einzustufen, nach mehreren Monaten auf dem Trail kommt es aber geradezu einer Gourmetmahlzeit gleich. 😉

Und auch die Begegnungen mit Baby-Bären bleiben nicht aus – eine ganz wundervolle Sache, so lange kein Mutter-Bär in Sicht ist. Und zum Glück ist das nie der Fall.

Im Park

Der Shenandoah-Nationalpark liegt in den südlichen Appalachen und umfasst etwa 800 Quadratkilometer. Er ist dicht bewaldet und zeichnet sich durch seine vielen Flüsse und Wasserfälle aus. Über weite Strecken sind sie allein mit dem Wald, den Bergen und der Tierwelt, die hier viel häufiger zu sehen ist als in den zurückliegenden abschnitten des Trails. Manchmal begegnen ihnen nur die Fährten, andere Male steht ein Reh, ein Koyote und nicht selten sogar ein Bär in unmittelbarer Nähe vor ihnen und schaut sie desinteressiert an. Es sind vier wunderschöne Tage, die sie in dem Park verbringen. Danach ist dann schon bald die Hälfte der Gesamtstrecke geschafft und damit auch das nächste Paar Schuhe.

Harpers Ferry

Obwohl sich der Verlauf und auch die Länge des Appalachian Trail jährlich geringfügig ändert, liegt der offizielle Halbzeit-Punkt in der Kleinstadt Harpers Ferry. Wer möchte, kann sich im dortigen Center der Appalachian Trail Conservacy – der Organisation, die sich um die Instandhaltung des Trails kümmert – erneut registrieren lassen. Diese Gelegenheit lassen sich Anja und Nadine natürlich nicht nehmen, und so staunen sie nicht schlecht, als sie hier dieselben Nummern ausgehändigt bekommen, wie zu Beginn ihrer Reise – die Nummern 454 und 455. Sie hatten damit gerechnet, dass sie mittlerweile eine Nummer in den Tausendern erhalten würden, weil sie unterwegs gefühlt von unendlich vielen Wanderern überholt worden waren. Ein lustiger Zufall, wenn man bedenkt, dass die Nummern nach Reihenfolge des Erscheinens im Center vergeben werden und somit auch Grund zu großer Freude bei den beiden.

Am Abend gewittert es wieder. Doch das kann die Laune nicht trüben. Die nächsten 1200 Meilen können kommen.

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