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Appalachian Trail: Bear Alert?

English version

The next morning a shuttle takes Anja and Nadine from the motel in Erwin to Iron Mountain Gap and another climb begins. They cover 11 miles on this day. For the night they pitch their tent at the Ash Gap campground. It will be a night different from the others, because they get visitors.


This post is part of the series: Two Women, 2200 Miles, 14 States, 180 Days

What rustles so quietly at night?

It had been barely an hour since they had crawled into their sleeping bags. Anja was already fast asleep. Nadine was still listening to an audio book. But then a howl, followed by loud rustling. Suddenly they were both wide awake and looked at each other questioningly. What could that have been? Was it finally time? Was the first bear coming?

They listened. It rustled further … close to the tent … snorted … for a bear too small – so at least the assumption of the two. To be sure, Nadine nevertheless looked cautiously out of the tent. The Bear-Bags were still hanging where she had hung them. Finally, she spotted the culprit. From only three meters away, hidden behind a tree, he looked her right in the eye: it was a deer.

At the same moment, Nadine’s cell phone fell out of her pocket. Startled by the sound, the deer ran off, and with it a whole group of other deer. An exciting experience that was definitely also marked by relief, after all, an encounter with a bear is not something you necessarily want to experience as a thru hiker.

Onward towards Stan Murray Shelter

The next 9 miles zigzag uphill forever to a point where a hotel once stood. Except for the road that had once led there, however, there was nothing to be seen.

The rest of the trail leads over rooted and icy terrain. It is not necessarily easy to walk on and so they stop at the next shelter, an old two-story building with a creepy character. For lunch they have wraps in the form of bread with some cheese and salami. In addition still another apple. After all, vitamins are a must. Up to the next campground the way leads them in the constant up and down over three further mountains. In the evening they fall asleep to the sound of birds and rodents in the undergrowth. This time again completely without bear care.

Am nächsten Morgen bringt ein Shuttle Anja und Nadine vom Motel in Erwin zum Iron Mountain Gap und ein erneuter Aufstieg beginnt. 11 Meilen legen sie an diesem Tag zurück. Für die Nacht schlagen sie ihr Zelt am Zeltplatz Ash Gap auf. Es wird eine Nacht, anders als die anderen, denn sie bekommen Besuch.


Dieser Beitrag ist Teil der Reihe: Zwei Frauen, 3500 Kilometer, 14 Staaten, 180 Tage …

Was raschelt so still und leise bei Nacht?

Eine knappe Stunde war es her, seitdem sie in ihre Schlafsäcke gekrochen waren. Anja schlief schon tief und fest. Nadine hörte noch etwas Hörbuch. Doch dann ein Heulen, gefolgt von lautem Geraschel. Urplötzlich waren sie beide hellwach und schauten sich fragend an. Was konnte das gewesen sein? War es endlich soweit? Kam nun der erste Bär?

Sie lauschten. Es raschelte weiter … nahe am Zelt … schnaubte … für einen Bären zu klein – so zumindest die Vermutung der beiden. Um sicherzugehen, schaute Nadine trotzdem vorsichtig aus dem Zelt. Die Bear-Bags hingen noch dort, wo sie sie aufgehängt hatte. Schließlich entdeckte sie den Übeltäter. Aus nur drei Metern Entfernung, versteckt hinter einem Baum, schaute er ihr genau in die Augen: Es war ein Reh.

Im selben Moment fiel Nadine ihr Handy aus der Tasche. Aufgeschreckt von dem Geräusch rannte das Reh los, und mit ihm eine ganze Gruppe weiterer Rehe. Ein aufregendes Erlebnis, das definitiv auch von Erleichterung geprägt war, schließlich gehört eine Begegnung mit einem Bären nicht unbedingt zu dem, was man als Thru hiker unbedingt erleben möchte.

Weiter Richtung Stan Murray Shelter

Die nächsten 9 Meilen führen im ewigen Zickzack bergauf bis hin zu einem Punkt, an dem früher einmal ein Hotel stand. Bis auf die Straße, die dort einmal hingeführt hatte, war allerdings nichts mehr zu sehen.

Der weitere Weg führt über verwurzeltes und vereistes Gelände. Er ist nicht unbedingt leicht zu begehen und so machen sie am nächsten Shelter, einem alten zweistöckigen Gebäude mit Gruselcharakter, Halt. Zum Mittag gibt es Wraps in Form von Brot mit etwas Käse und Salami. Dazu noch einen Apfel. Vitamine müssen schließlich sein. Bis zum nächsten Zeltplatz führt sie der Weg im stetigen Auf und Ab über drei weitere Berge. Am Abend schlafen sie zu Vogelgezwitscher und Nagetier-Geknister im Unterholz ein. Diesmal wieder ganz ohne Bärensorge.

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