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Kunst – immer und überall (Teil 2)

„Wer schnell läuft, fällt; drum eile nur mit Weile“, verkündete bereits der englische Dramatiker William Shakespeare in seinem Werk – „Romeo und Julia.“ Und recht hatte er! Denn wer in Kopenhagen mit zu viel Schwung unterwegs ist, der verpasst mit großer Wahrscheinlichkeit die einzige Unterwasserskulptur in der dänischen Hauptstadt.

„Agnete og havmanden“ – Abgetaucht und übersehen

Seit 1992 steht sie da – herabgelassen auf den Boden des Holmens Kanal – und selbst von vielen Københavnern, wie sich die Anwohner der Stadt gerne selbst bezeichnen, unbemerkt. Kaum jemand kennt sie und vielen Besuchern der Stadt ist die Bronzeskulptur-Gruppe mit dem Namen „Agnete og Havmanden“ (Agnete und der Wassermann) schlichtweg unbekannt.

Dabei handelt es sich bei diesem einzigartigen Werk um eine der außergewöhnlichsten Skulpturen des Landes – denn die Zahl an Unterwasserskulpturen in Dänemark ist rar.

Aus einem Lied entsprungen

Ihre Inspiration zu diesem Werk fand die dänische Bildhauerin Suste Bonnén in einem alten nordischen Volkslied. Darin wird von Agnete berichtet, die sich in einen schönen Wassermann verliebt und die Welt der Menschen verlässt, um mit ihm am Meeresboden zu leben. Gemeinsam bekommen Sie dort sieben Kinder. Nach acht Jahren aber kehrt Agnete an Land zurück, und verlässt damit ihre Unterwasser-Familie für immer.

Eine überaus traurige Geschichte, die seit dem frühen 19. Jahrhundert immer wieder von dänischen Künstlern in ihren Werken aufgegriffen wurde; darunter beispielsweise die berühmten Schriftsteller H. C. Andersen und Søren Kirkegaard.

In aller Ewigkeit

Anders, als es der Name „Agneta og Havmanden“ vermuten lässt, stellt die Skulptur von Suste Bonnén lediglich den Wassermann und seine sieben Söhne dar, die gemeinsam auf die Rückkehr ihrer geliebten Frau und Mutter warten. Eine Vorstellung, die bewegt, obgleich einem beim Betrachten der Gruppe sehr wohl klar ist, dass es sich lediglich um eine Unterwasserskulptur handelt.

Es ist wahrlich ein einzigartiges Werk, das nicht umsonst zu den außergewöhnlichsten Skulpturen in ganz Dänemark zählt.


Wo?

Højbro – zwischen Christiansborg Slot (Schloss Christiansborg) und dem Højbro Plads (Højbro Platz)

1213 Kopenhagen K (Innenstadt)

Wann?

Zu jeder Tageszeit – Nachts mit Beleuchtung

Wie?

Am besten zu Fuß, wenn man sowieso gerade beim Schloss Christiansborg und Umgebung unterwegs ist.


Teil 1: Island | Teil 2: Kopenhagen | Teil 3: Berlin| Teil 4: Falkirk (Schottland) | Teil 5: Mallorca


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