Kunst essen – ein Weg zum Glück

Was mag der berühmte Dichter und Denker Johann Wolfgang von Goethe vor Augen gehabt haben, als er sprach: „Das Essen soll zuerst das Auge erfreuen und dann den Magen“? Vielleicht war es Kuchen!

Marzipan, Fondant und Lebensmittelfarben erheben das Backen zu einer wahren Kunst und lassen die nachmittägliche Süßspeise ebenso ungeahnte Farben wie Formen annehmen. Seit einer ganzen Weile schon begrenzt sich eine solch süße Überraschung nicht mehr auf Hochzeiten und Geburtstage, sondern auf eine Person mit dem Potenzial zur Kreativität. Ist diese erst einmal gefunden, entfaltet sich die Backkunst in all ihren Facetten. Anlässlich der kurz bevorstehenden Backsaison erfolgt hier ein kleiner Einblick in diese vielversprechende und vor allem schmackhafte Welt.

Halloween inspiriert nicht nur zum Erschrecken!

Der Herbst stimmt ein auf die dunkle Jahreszeit und mit ihm ziehen spätestens zum 31. Oktober die unterschiedlichsten künstlerisch inspirierten Dinge durch die Straßen. Bunt bemalte und verkleidete Menschen machen Radau, geschnitzte Kürbisse erwachen durch Kerzenlicht zum Leben und erhellen die Nacht in einem orangefarbenen Schein und hier und da ziehen die süßen Düfte des Backens hinauf. Wer den Weg zu einem dieser gut riechenden Kuchen gefunden hat, steht nicht selten vor Totenköpfen – essbaren, versteht sich.

Gräberkuchen

Von Geistern und Jägern

Nicht immer nur zu Halloween, sondern auch zu anderen Anlässen werden Geister gesichtet. Mal auf einem Dachstuhl oder einem Friedhof um die Mitternachtsstunde oder einfach völlig unerwartet.

Prinzessin Mononoke Kuchen

Glück ist dem beschert, der auf Geister in Marzipanform trifft, denn diese sind auch ohne Geisterjäger zu bekämpfen. Um auf der sicheren Seite zu sein, gibt es aber auch dafür Abhilfe.

Ghost Busters Kuchen

Eine runde Sache

Immer wieder werden heutzutage auch Kuchen gesichtet, die nicht unmittelbar als solche zu erkennen sind. Ursprünglich in einer Londoner Backstube entwickelt, erobern die kleinen Cake Pops (auch Kuchenlollis genannt) seit ein paar Jahren die Welt. Es scheint, als könnten sie alles sein – vom Minion zum glibberigen Auge bis hin zur verzierten Geburtstagskugel. Der Aha-Effekt ist mit ihnen immer gewiss, ganz gleich für welche der vielen Formen man sich entscheidet.

Cake Pops

Thematisch inspiriert

Die Vielseitigkeit von Kuchen kennt kaum Grenzen. Und so wird selbst vor der Archäologie nicht haltgemacht. Wem das Graben im Freien nichts ist, bietet sich mitunter die Gelegenheit einmal anderweitig in die Tiefe zu gehen. Wann bietet sich sonst die Gelegenheit, den Inhalt eines Grabhügels zu essen?

Archäokuchen

Prinzess-tastisch

Ebenso wie die Cake Pops besitzt der Prinzessinnenkuchen das Potenzial zum Überraschungseffekt. Besonders bei Kindergeburtstagen erweist er sich als Hit, denn nach dem Essen bleibt immerhin noch ein Geschenk. Und auch von der kreativen Seite aus gesehen, gibt es hier kaum Grenzen. Das Kleid kann flauschig, schaumig in Form einer Creme, aber auch bis ins Detail perfekt mit Fondant geformt werden.

Brautkuchen

Ich wünsche jenen, die hiernach hungrig geworden sind, viel Erfolg beim nachbacken!


Abbildungsnachweis:

Bilder mit freundlicher Erlaubnis von Amanda Stevne Jørgensen und Nadine Bruhn.

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