Appalachian Trail: Virginia Creeper Trail

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In Damascus ist es Zeit für eine kleine Pause. Am nächsten Tag lassen Nadine und Anja also das Wandern und den Appalachian Trail sein und steigen um auf das Fahrrad und den ebenfalls durch Damascus verlaufenden Virginia Creeper Trail – eine ehemalige Eisenbahnstrecke aus dem späten 19. Jahrhundert, die mittlerweile zu einem Rad- und Wanderweg umfunktioniert worden ist.

Einfach rollen, rollen, rollen …

In einem Fahrradverleih werden sie mit Rad und Helm ausgestattet. Von dort aus geht es dann, anders als zunächst erwartet, nicht direkt auf den Sattel sondern ab in einen Wagen, der sie 18 Meilen einen Berg hinauf fährt. Oben angekommen staunen sie nicht schlecht, denn von dort aus führt der Weg sogleich zurück in die Stadt, und das bis auf wenige Meilen durchgehend bergab. Zugegebenermaßen also eine etwas sonderbare Art des »Sports«, aber immerhin rollen sie durch eine schöne Gegend und so ist es am Ende ein ebenso schöner wie auch entspannter Tag an der frischen Luft.

Trail Hopping

Da man den Virginia Creeper Trail nicht nur wunderbar berollen sondern auch bewandern kann und er zudem flacher ist als der Appalachian Trail, entscheiden sich die beiden am darauffolgenden Tag für 10 Meilen Trail-Tausch. Damascus ist dafür der ideale Ausgangspunkt, denn beide Wanderwege verlaufen von hier aus erst einmal relativ parallel zueinander.

Leider zeigt sich schon bald, dass flacher nicht unbedingt gleichbedeutend mit einfacher ist. Das Wetter ist regnerisch und trüb, die neu gekauften Schuhe sind natürlich noch längst nicht eingelaufen und generell zwickt und zwackt der ein oder andere Muskel, auch trotz oder gerade aufgrund des Pausentags in Damascus.

Sie kommen also nur langsam voran. Doch das macht nichts, denn die Strecke verläuft nicht nur entlang der alten Eisenbahnlinie, sondern auch entlang eines Flusses, der sie durchgehend mit einem mal mehr mal weniger lauten Rauschen begleitet, und in dem sich eine ganze Reihe alter Bieberdämme befinden.