Appalachian Trail: Albert Mountain

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Der Weg führt weiter vom Beech Gap Camp Spot über Carter Gap Shelter bis hin zum Betty Creek Zeltplatz und von dort immer weiter hinauf auf den Albert Mountain, einen 1600m hohen Berg im US-Bundesstaat North Carolina. Es ist eine besonders schöne Strecke voller Wasserläufe, zunehmendem Grün und dem ein oder anderen umgekippten Baum. Aber sie ist auch sehr steil und eng – eine Herausforderung, nicht nur für die Kondition, sondern auch für Anjas Knöchel, dem es zwar soweit wieder gut geht, der aber natürlich noch immer mit Vorsicht zu belasten ist. Schließlich wolle sie es nicht übertreiben und am Ende wegen einer nicht auskurierten Verletzung hängen bleiben.


Dieser Beitrag ist Teil der Reihe: Zwei Frauen, 3500 Kilometer, 14 Staaten, 180 Tage …

Rauf auf den Feuerturm

Oben angekommen gibt sich ihnen eine atemberaubende Aussicht über die Blue Ridge Mountains und das Little Tennessee River Valley preis, die besonders genossen werden kann, wenn man den Feuerturm erklimmt, der auf dem Albert Mountain errichtet wurde. Eine Herausforderung, die für Anja mit ihrer Höhenangst dann doch etwas zu viel des Guten ist. Für Nadine aber ist kein Halten mehr, und so klettert sie so hoch wie es geht, macht ein paar Fotos und winkt ihrer tapfer am Boden des Turms wartenden Mutter zu, bevor sie wieder hinunter klettert.

2 Meilen bis zum Shelter oder 4 Meilen bis zur Pizza?

Unten angekommen stellt sich ihnen die Frage aller Fragen. Wie weit können sie noch laufen? Bis zum nächsten Shelter sind es noch knappe zwei Meilen. Da sie seit mehreren Tagen in der Wildnis unterwegs sind, ruft zugegebenermaßen das kleine Pizzatier in ihnen nach Essen, das nicht aus Müsliriegeln & Co. besteht.

Doch mit Anjas Knöchel ist nicht mehr viel möglich. Und so entscheiden sie sich für eine Nacht im Shelter. Unterwegs treffen sie auf Noel, einen mittlerweile alten Bekannten, dem sie in den vergangenen Tagen häufiger begegnet sind. Zu ihrem großen Glück kann er berichten, dass um 15.45 Uhr ein Shuttle auf dem nächsten Parkplatz sein wird, das sie die restlichen zwei Meilen bis nach Franklin bringen könnte, wenn sie das denn wollten.

Bis in die Stadt, bis hin zu richtigen Betten, bis hin zur Pizza und allem, was das Essensherz sonst noch begehrt. In diesem Fall dem sogenannten Hiker Burger, bestehend aus 2 Petty’s Fleisch, Mac and Cheese, Avocado, Bacon, Salat, Zwiebel, Tomate, Ei und anstelle von dem üblichen Burger-Brot Wrap. Eine ordentliche Portion, aber lecker und die perfekte Belohnung nach diesem anstrengenden Tag.

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